Die Kosten der Hundehaltung

Wenn man überlegt, einen Hund anzuschaffen, sind viele Kriterien abzuwägen. Zum Beispiel sollte ein Hund nicht täglich sechs und mehr Stunden am Stück alleine sein. Das bedeutet, wenn man einen Vollzeitjob hat, alleine lebt und niemand da ist, der den Hund tagsüber versorgen kann, sollte man von der Hundehaltung absehen. Hat man andererseits die Möglichkeit, auf dem Weg zur Arbeit den Hund in einer HuTa, einer Hunde-Tagesstätte, abzugeben, weiß man ihn gut versorgt, während man selbst arbeiten geht.

Aber eine HuTa kostet ohne Weiteres zwanzig bis dreißig Euro pro Tag. Damit sind wir bei einem sehr wichtigen Thema hinsichtlich der Hundehaltung. Denn über die Kosten, die ein Hund so im Laufe seines Lebens verursacht, sind die wenigsten sich wirklich im Klaren.

Was kostet ein Hund?

Es beginnt mit dem Kauf- oder Abstandspreis für den Hund selbst. Je nach Herkunft (Tierheim, der nette Nachbar, Kleinanzeige, ausländischer Markt, Kofferraum eines zwielichtigen Menschen auf einem dunklen Parkplatz, renommierter Züchter) bekommt man den Hund geschenkt oder zahlt einen bis zu vierstelligen Betrag. Quellen wie der Markt oder eine obskure Übergabe bringen meist hohe Tierarztkosten mit sich, weil diese Hunde für den Profit regelrecht produziert und verkauft werden und keine weitere Mühe in sie investiert wird. So kann ein Hund beim Züchter am Ende günstiger sein, weil er gesund ist, geimpft, gechipt und vom Tierarzt gecheckt. Außerdem hat man beim Tierheim und beim Züchter immer einen Rückhalt, um noch Fragen zu stellen oder vielleicht auch den Hund dort in Pension zu geben, wenn man ohne ihn wegfahren möchte.

Es geht weiter mit:

  • Zubehör wie Leine, Körbchen, Rückhaltesystem fürs Auto, Pflegeutensilien, Spielzeug, Ausrüstung für den Hundesport
  • Hundehalterhaftpflichtversicherung
  • Futterkosten, auch Leckerchen und andere Aufmerksamkeiten
  • Kosten für Hundeplatz und Hundesport
  • Impfkosten
  • Tierarztkosten bei Krankheiten oder Unfällen
  • Hundesteuer

Um von Tierarztkosten nicht überrascht zu werden, sollte man monatlich Rücklagen bilden. Wenn man für all das bei einem mittelgroßen Hund mit 100 bis 150 Euro pro Monat rechnet, ist das eine vernünftige Grundlage. Für eine Hundetagesstätte oder vergleichbare Hundebetreuung kann man ohne Weiteres nochmals um die 200 Euro pro Monat einrechnen.